Standardisierung
Welche fachlichen Erhebungsstandards SocialDocs abbildet — und wie weit.
Viele Träger sind verpflichtet, ihre Fallarbeit nach einem fachlichen Erhebungsstandard zu dokumentieren und die Daten jährlich an eine zentrale Stelle zu liefern. Diese Standards legen fest, welche Angaben erhoben werden, in welchen Kategorien und unter welchem Variablencode.
SocialDocs bringt diese Kataloge mit. Statt die Felder einzeln nachzubauen, wendest du den Standard an — die Stammdatengruppen, Felder und Zielgruppen entstehen in einem Zug, jedes Feld mit dem Variablencode des Manuals hinterlegt.
Die drei Ausbaustufen
Einen Standard zu unterstützen heißt nicht automatisch, seine Statistik auch abliefern zu können. Wir unterscheiden deshalb drei Stufen, und auf jeder Standard-Seite steht ganz oben, welche davon erreicht ist.
Stammdaten — der Variablenkatalog ist modelliert. Du kannst nach dem Standard dokumentieren: die richtigen Felder, die richtigen Kategorien, die richtigen Codes. Die Auswertung nimmst du selbst vor.
Export — aus den erfassten Daten lässt sich eine Datenlieferung im Format des Standards erzeugen. Das setzt voraus, dass die empfangende Stelle ihr Lieferformat veröffentlicht hat: welche Merkmalsnamen, welche Codes, welche Satzstruktur. Das Manual allein reicht dafür nicht.
Automatische Übermittlung — die Lieferung geht direkt an die empfangende Stelle, ohne Datei-Export von Hand.
Derzeit ist bei allen Standards die erste Stufe erreicht. Die zweite hängt an den Schnittstellenbeschreibungen, die uns noch nicht vollständig vorliegen.
Was auf den Standard-Seiten steht
Für jeden Standard gibt es eine eigene Seite. Sie zeigt:
- Grundlage — welches Manual in welcher Fassung, von wem herausgegeben, ab wann gültig
- Bereiche — die anwendbaren Teile des Standards und was jeder anlegt
- Zielgruppen — für welche Klientel die Stammdatengruppen erscheinen
- Stammdatengruppen und Felder — jede Variable mit ihrem Code aus dem Manual
- Abgeleitete Angaben — was SocialDocs nicht abfragt, sondern errechnet
Diese Angaben werden nicht von Hand gepflegt, sondern aus demselben Katalog erzeugt, aus dem die Anwendung ihre Felder anlegt. Was hier steht, entspricht genau dem, was beim Anwenden entsteht.
Angewendet wird woanders
Standards wendest du unter Konfiguration → Standard-Kataloge an; beim Einrichten der Organisation gibt es dafür einen eigenen Schritt. Wie das Anwenden funktioniert und was die Statusangaben bedeuten, steht unter Feldvorlagen.
Berechtigungen
Einen Standard anzuwenden ist ein Konfigurationsschritt und verlangt das Recht dafür. Was dabei entsteht — Stammdatengruppen, Felder und Zielgruppen —, lässt sich anschließend mit den jeweiligen Rechten weiterpflegen.